So weit weg und doch so nah.
Der Eyjafjallajökull ist ein unangenehmer Kerl. Da
meldet er sich 200 Jahre lang nicht zu Wort, und plötzlich speit er Asche. Ist
diese Vulkanasche, die von Island her über den europäischen Luftraum driftet,
gefährlich für den Flugverkehr? Die Europäer gingen in ihrer schieren
Ratlosigkeit auf Nummer sicher und sperrten den Luftraum. In der Folge blieben
Tausende Passagiere auf Flughäfen hängen, und wir blieben im Büro – bis alle
wieder daheim waren. Nun speit der Vulkan weiter, man diskutiert Grenzwerte,
versucht, Risiken einzuschätzen, und am Schluss geht es wohl einmal mehr darum,
die Sicherheit von Menschen gegen die massiven Verluste von Airlines abzuwägen.
Einfach ist das alles nicht, und Patentlösung gibt es auch keine. Wir wissen
bloss: Die Leute, die irgendwo stranden, sind dankbar, wenn sie ihre Ferien in
einem Reisebüro gebucht haben, das sich in so einem Fall um sie kümmert, so gut
das dann halt geht.
Was uns das angeht? Wenn Sie
als Kunde auf Grund einer Naturkatastrophe stecken bleiben, ist es am besten,
man meldet sich sofort beim Reisebüro. Wir
haben meistens schneller Zugriff auf die Flüge etc. Falls Sie selber gebucht haben, dann bitte
sich unbedingt beim Leistungsträger melden. Alles was selber umgebucht wird,
muss auch selber bezahlt werden. Dies könnte ganz schnell teuer werden! Bei
Fragen stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.
Island is not exactly around the corner – but
still, it kept us all busy by bringing our air traffic to a complete halt. This Eyjafjallajökull is one strange guy.
Keeps silent for two centuries, and then blows ashes across all of Europe. The
authorities played it safe and closed air spaces. Thousands of passengers
around the world were stuck in airports, not knowing when the next plane to
take them home would take off. We do not know much about these volcanic ashes,
luckily lacking experience. Since the volcano is still active and might be so
for quite a while considering the duration of its last eruption, we’re now
heavily debating whether or not these ashes are harmful for planes’ engines.
Better safe than sorry, especially when it comes to objects flying 36’000 feet
above the surface of the earth. We do not know any wise solutions, but we do
know that those passengers who hadn’t booked their flights on the internet, but
had a travel agency to help them through their respective odysseys were
comparatively lucky.

Hat es bald genug geregnet.
An den ersten Maitagen sind in Nashville die
schwersten Regenfälle seit Beginn der Aufzeichnungen niedergegangen, vor allem
im Mittelteil des Staates kam es zu massive Überschwemmungen. Es wurde gar von
einer „Kathrina von Nashville“ gesprochen. Auch das Opryland Hotel wurde in
Mitleidenschaft gezogen. Inzwischen herrscht zum Glück überall wieder
Normalzustand, und die Hotels haben aufgeräumt – gerade rechtzeitig für unsere
Gruppenreise ins Herz des Country Music.
Was uns das angeht? Wir sind,
das wissen alle unsere Kunden, grosse Musikfans. Bei uns im Büro gibt es keinen
Tag ohne Musik. Deshalb berührt uns natürlich nicht nur das Schicksal aller,
die Hab und Gut verloren haben, sondern vor allem auch die Tatsache, dass viele
Musiker teure und lieb gewonnene Instrumente verloren haben. Wir haben aber von
unseren Freunden aus Nashville die Meldung bekommen, dass heute schon wieder
alles „back to normal“ sei und viele berühmte Musiker machen Benefiz Konzerte
für diejenigen, die viel verloren haben durch das grosse Wasser.
We’ve had way too much rain this spring here in Switzerland. It also rained cats and dogs in
Nashville, where the CMA music festival is about to begin. The first days of
May brought heavy rainfalls, the heaviest in fact that have ever been noted.
Many people have lost homes or belongings, and many benefit concerts have been
organized in order to help those in need. Meanwhile thought, everything has
been cleaned up and put back to order, so we can take our annual group to CMA
music festival without worries.
Chaos total.
“Es
läuft alles aus dem Ruder”, schrieb Roger DeWeck in der SonntagsZeitung – da
war er noch nicht SRG-Generaldirektor. Denn neben Vulkan und Regen hat uns auch
noch die gesunkene Bohrinsel im Golf von Mexiko beschäftigt.
Lange Zeit verbannten Schweizer Zeitungen die Meldung
auf ihre Kehrseiten: Im Golf von Mexiko ist die “Deepwater Horizon”, eine
Bohrinsel, gesunken. Täglich fliessen Unmengen von Rohöl aus, eine grosse
Bedrohung für die ganze Golfregion, die nicht nur für Fisch- und Austernzucht,
sondern auch für den Tourismus ein wichtiges Gebiet ist. Die Tatsache, dass die
Eigentümer-Firma dieser Bohrinsel ihren (Briefkasten-)-sitz in der Schweiz hat,
macht die Sache für die Medien offenbar nicht einfacher. Tatsache ist: Bilder
von toten Vögeln und Schildkröten brechen einem das Herz, ob sie nun auf der
Kehrseite oder der Front einer Zeitung stehen. Wir hoffen, dass das Leck sobald
als möglich dicht gemacht werden kann. Und natürlich hoffen wir auch, dass die
Zuständigen alle nötigen Massnahmen treffen, damit solche Katastrophen nie
wieder passieren.
Was uns das angeht? Natürlich
hatten wir Kunden nach New Orleans ans grosse Jazz & Heritage Festival Ende
April / Anfang Mai. Über das Oel wird diskutiert, aber gemäss unseren
zurückgekehrten Kunden, wird das Problem im Alltag verdrängt. Wir hoffen, dass
Amerika und vor allem alle, die sich um die Umwelt kümmern, endlich zur
Vernunft kommen und die Verschwendung an Energie eindämmen. Wer kennt das
nicht, die Klimaanlagen, meistens auf Höchststufe, gefrieren uns Reisende
beinahe immer für die Nachwelt ein und das im jedem Restaurant und jedem
Hotelzimmer und auch in jedem Museum muss man frieren. Darum unser Tipp, nehmen Sie immer einen
Pullover mit zum Essen und bei der Klimaanlage kann man normalerweise beim
Luftaustritt die einzelnen Fächer auf die andere Seite schieben, so dass es
nicht mehr so ins Zimmer zieht.
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Besides rainfalls and volcanic eruptions, we also have a drilling rig to
worry about. The sunken “Deepwater Horizon” is a major threat to the whole gulf
coast. The Swiss media seem to have a hard time dealing with the story of
„Deepwater Horizon“, the drilling rig that caught fire and sank in the Gulf of
Mexico. Maybe it’s due to the fact that BP had leased the rig from a Swiss firm
– at least, their business address cites Zug, Switzerland. Nobody really knows
what to do. They’re trying desperately to fix the hole at the bottom of the
ocean and to keep the oil from spreading all over the gulf, and, consequently,
up north and maybe even around to the Atlantic side. We do hope that these
actions prove successful very soon, and that all measures be taken that no such
catastrophes will happen in the future.
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